Hast Du auch das Problem, dass Deine mit Elementor erstellte WordPress-Website langsam lädt? Du investierst Stunden in das Design, aber wenn es um Geschwindigkeit geht, bleibt Deine Seite hinter den Erwartungen zurück?
In diesem Artikel zeige ich Dir **10 konkrete Tipps**, wie Du die Performance Deiner Elementor-Website im Jahr 2026 maximierst. Diese Lösungen sind praxiserprobt und bringen sofortige Verbesserungen – ohne dass Du Programmierer sein musst.
## Warum Elementor Performance so wichtig ist
Bevor wir zu den Tipps kommen, verstehen wir kurz, warum Performance überhaupt wichtig ist:
1. **Google Ranking:** Seit dem Core Web Vitals Update bewertet Google explizit die Ladegeschwindigkeit
2. **User Experience:** Langsame Seiten führen zu höheren Absprungraten
3. **Conversion Rate:** Jede Sekunde Ladezeit kostet Dich potenzielle Kunden
4. **Mobile First:** Immer mehr Nutzer surfen mit dem Smartphone
Die gute Nachricht: Elementor selbst ist nicht das Problem – es sind oft die Einstellungen und zusätzlichen Plugins. Lass uns das fixen!
## Tipp 1: Elementor Asset Loading optimieren
**Problem:** Elementor lädt unnötige CSS- und JS-Dateien auf jeder Seite.
**Lösung:** Gehe zu *Elementor → Einstellungen → Erweitert* und aktiviere diese Optionen:
– ✅ **CSS Print Method:** Internal Embedding (besser für Performance)
– ✅ **Improved Asset Loading:** Aktivieren
– ✅ **Optimized Loading:** Nur auf benötigten Seiten
**Warum es funktioniert:** Diese Einstellungen reduzieren die Anzahl der HTTP-Requests und die Gesamtgröße der geladenen Dateien.
## Tipp 2: Font Awesome Icons deaktivieren
**Problem:** Font Awesome wird geladen, obwohl Du es vielleicht gar nicht nutzt.
**Lösung:** In den gleichen *Elementor Einstellungen → Erweitert*:
– ❌ **Load Font Awesome 4 Support:** Deaktivieren
– ❌ **Load Font Awesome 5 Support:** Deaktivieren (falls nicht benötigt)
**Spart:** Bis zu 100KB an unnötigem Code.
## Tipp 3: Elementor Google Fonts lokal hosten
**Problem:** Google Fonts werden extern geladen, was die Ladezeit erhöht.
**Lösung:** Nutze das Plugin **“OMGF | Host Google Fonts Locally“**:
1. Plugin installieren und aktivieren
2. Gehe zu *Einstellungen → Optimize Google Fonts*
3. Klicke auf **“Detect & Run Optimization“**
4. Alle Fonts werden lokal gespeichert
**Vorteil:** Weniger DNS-Lookups, bessere Privacy, schnellere Ladezeiten.
## Tipp 4: Elementor Animations optimieren
**Problem:** Zu viele Animationen verlangsamen die Seite.
**Lösung:** Gehe sparsam mit Animationen um:
– Nutze **einfache Animationen** (Fade, Slide) statt komplexer Effekte
– **Reduziere die Dauer** (max. 500ms statt 1000ms)
– **Deaktiviere Animationen** auf mobilen Geräten (Advanced → Responsive)
**Performance-Gewinn:** Animationen sind CPU-intensiv – weniger ist mehr.
## Tipp 5: Bilder für Elementor optimieren
**Problem:** Unoptimierte Bilder sind der häufigste Performance-Killer.
**Lösung:** Implementiere diese Bild-Optimierung:
1. **Bilder vor dem Upload optimieren:** Nutze TinyPNG oder Squoosh
2. **WebP Format:** Aktiviere WebP Express Plugin
3. **Lazy Loading:** In Elementor-Einstellungen aktivieren
4. **Bildgrößen:** Passe die Standard-Größen in WordPress an
**Wichtig:** Ein optimiertes Bild kann bis zu 80% kleiner sein!
## Tipp 6: Elementor Templates caching
**Problem:** Dynamische Elementor-Templates werden bei jedem Aufruf neu generiert.
**Lösung:** Nutze ein Performance-Plugin mit speziellem Elementor-Support:
**Empfehlung:** **WP Rocket** mit diesen Einstellungen:
– ✅ **LazyLoad für Bilder:** Aktivieren
– ✅ **LazyLoad für Iframes:** Aktivieren
– ✅ **Minify CSS/JS:** Aktivieren
– ✅ **Defer JS:** Aktivieren
– ✅ **Elementor Compatibility:** Aktivieren
**Alternative:** **LiteSpeed Cache** (kostenlos) mit LSCache für Elementor.
## Tipp 7: CSS & JavaScript minimieren
**Problem:** Elementor generiert teilweise ineffizienten Code.
**Lösung:** Nutze die Minify-Funktionen Deines Cache-Plugins:
**In WP Rocket:**
– Gehe zu *Datei-Optimierung*
– Aktiviere **“Minify CSS files“** und **“Minify JavaScript files“**
– Teste nach der Aktivierung die Website
**Achtung:** Manche Minify-Einstellungen können zu Fehlern führen – immer testen!
## Tipp 8: CDN für Elementor Assets
**Problem:** Statische Dateien werden vom eigenen Server geladen.
**Lösung:** Nutze ein Content Delivery Network (CDN):
1. **Cloudflare** (kostenlos) einrichten
2. **CDN in Cache-Plugin** konfigurieren
3. **Elementor-CSS/JS über CDN** ausliefern
**Vorteil:** Dateien werden von einem Server in der Nähe des Besuchers geladen.
## Tipp 9: Elementor Widgets reduzieren
**Problem:** Zu viele (unbenutzte) Widgets werden geladen.
**Lösung:** Deaktiviere nicht benötigte Widgets:
1. Gehe zu *Elementor → Einstellungen*
2. Klicke auf **“Widgets verwalten“**
3. Deaktiviere alle Widgets, die Du nicht nutzt
**Beispiele zum Deaktivieren:**
– Slideshow (wenn Du Carousel nutzt)
– Testimonial (wenn nicht benötigt)
– Preisliste (wenn kein Shop)
## Tipp 10: Regelmäßige Performance-Checks
**Problem:** Performance-Probleme werden zu spät erkannt.
**Lösung:** Implementiere regelmäßige Checks:
1. **Google PageSpeed Insights:** Wöchentlich testen
2. **GTmetrix:** Monatliche Reports
3. **WebPageTest:** Für detaillierte Analysen
4. **Core Web Vitals im GSC:** Überwachen
**Tool-Empfehlung:** **“Site Kit by Google“** – zeigt Performance-Daten direkt im Dashboard.
## Bonus-Tipp: Elementor & Core Web Vitals
Für 2026 solltest Du besonders auf die **Core Web Vitals** achten:
### 1. Largest Contentful Paint (LCP)
– **Ziel:** < 2.5 Sekunden
- **Elementor-Optimierung:** Above-the-fold Content priorisieren
### 2. First Input Delay (FID)
- **Ziel:** < 100 Millisekunden
- **Elementor-Optimierung:** JavaScript optimieren, weniger Interaktionen
### 3. Cumulative Layout Shift (CLS)
- **Ziel:** < 0.1
- **Elementor-Optimierung:** Bildgrößen definieren, Fonts vorladen
## Fazit: Elementor Performance ist machbar
Die Performance-Optimierung Deiner Elementor-Website ist kein Hexenwerk. Mit diesen 10 Tipps kannst Du:
✅ **Ladezeiten um 50-70% reduzieren**
✅ **Bessere Google-Rankings erzielen**
✅ **Die User Experience verbessern**
✅ **Mehr Conversions generieren**
Beginne am besten mit **Tipp 1-3** – das sind die Low-Hanging Fruits mit sofortiger Wirkung. Teste nach jeder Änderung die Performance und dokumentiere die Verbesserungen.
## Nächste Schritte
1. **Starte mit den ersten 3 Tipps** – das bringt sofortige Verbesserungen
2. **Teste Deine Website** mit Google PageSpeed Insights
3. **Implementiere wöchentlich** 1-2 weitere Optimierungen
4. **Überwache die Ergebnisse** im Google Search Console
Hast Du Fragen zu einer bestimmten Optimierung? Oder möchtest Du wissen, wie Du ein konkretes Performance-Problem lösen kannst? Hinterlasse einen Kommentar – ich helfe Dir gerne weiter!
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**Über den Autor:**
Christian ist WordPress-Experte und hilft seit Jahren Website-Betreibern bei Performance-Optimierungen. Auf diesem Blog teilt er praxiserprobte Lösungen für reale Probleme.